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Unternehmensführung:
Warum manche Manager Erfolg haben, andere aber nicht

 
Von: Michael Merk

 
Themen wie die anhaltende Diskussion um Mindestlöhne, der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst, die sehr hohen Gewerkschaftsforderungen zum Lohn in anderen Branchen und die allgemein befürchtete Signalwirkung für eine Lohn-Preis-Spirale signalisieren einen Umbruch im Konjunkturgeschehen. Erste Stimmen werden laut, die als Anpassung an diese Situation neue Entlassungen für notwendig halten. Einige Konzerne haben bereits mit entsprechenden öffentlichen Ankündigungen reagiert. Solche passiven Anpassungsmaßnahmen an drohende Standortnachteile zeugen jedoch nicht von Weitblick und unternehmerischem Geist. Gefordert sind vielmehr aktive Führungsstrategien.
 
Der drohende Umbruch im Konjunkturgeschehen, betriebliche Krisen und Verluste, oder auch persönliche Führungsprobleme sind sichtbare Zeichen dafür, dass etwas grundlegend verändert werden muss. Schon die Tatsache, dass Konkurrenzunternehmen oder andere Manager erfolgreicher agieren als man dies selbst tut, sollte nachdenklich stimmen. Jemand, der als Führungskraft erfolgreich sein will, muss dann gewillt sein, seine betriebliche Situation als Manager zu überdenken und kritisch zu hinterfragen. Er sollte dazu bereit sein, bisheriges Verhalten zu ändern und Neues aufzunehmen.
 
Durch Führungskonzept zum Wettbewerbsvorteil
 
Durch ein verändertes Führungskonzept können Unternehmen wirklich besser als die Konkurrenz werden. Dagegen sind bloße Anpassungsstrategien im Personalbereich, die - wie Anpassung durch Entlassungen - sich ausschließlich auf kurzfristige Handlungserfolge ausrichten, nur in Ausnahmefällen dazu geeignet, Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen. Solche Überlegungen sind in Hinblick auf überdurchschnittlich gute und langfristige Erfolge sehr kritisch zu sehen, so lange nicht im Bereich der Sozialsphäre die dort bestehenden Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung genutzt werden.
 
Mitarbeitermanagement als Erfolgsfaktor
 
Das heutige Wirtschaftsleben ist durch eine fortschreitende Globalisierung der Märkte und durch sich ständig verschärfende Wettbewerbssituationen geprägt. In dieser Situation wird Führung zunehmend vom Kostendenken geprägt. Hierbei wird häufig vergessen, dass betrieblicher wie auch persönlicher Erfolg nur begrenzt von Kostengrößen bestimmt wird. Gerade im heutigen Wettbewerb gewinnen soziale Erfolgsfaktoren zunehmend an Bedeutung. Immer häufiger entscheidet nämlich die Qualität des Mitarbeitermanagements darüber, ob eine Führung erfolgreich agiert oder ob sie gar überdurchschnittliche Erfolge erzielt. Durch Einsatz von Motivationsmitteln auf allen Ebenen des Unternehmens und durch ein verändertes Management können vorhandene Leistungsressourcen der Belegschaften aktiviert werden. Führungsverhalten ist deshalb zielgerichtet zu verändern:
 
  • Mitarbeiter müssen stärker individuell angesprochen und motiviert werden.
  • Arbeitsbedürfnisse müssen stärker am Arbeitsplatz berücksichtigt werden.
  • Das Motivationspotenzial von Arbeit ist generell zu verbessern.
  • Eigenes und betriebliches Führungsverhalten ist personalorientiert zu gestalten.

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    Betriebliche Strategien zur Steigerung der Produktivität und zur Schaffung nachhaltiger Geschäftserfolge sind zum Scheitern verurteilt, wenn sie nicht die vorgenannten Aspekte berücksichtigen.
     
    Soziales Management als Produktivitätsfaktor
     
    Unternehmen und Manager sollten neue Wege beschreiten. Mit dem Konzept des Sozialen Managements bleiben Maßnahmen zur Motivation kein Stückwerk, sondern sie beziehen alle Bereiche und alle Mitarbeiter mit ein. Zudem wird durch selbstregulierende Prozesse ihre Umsetzung unterstützt und vereinfacht. Ihre Wirkungen werden verbessert und es entsteht ein Arbeitsklima, in dem jeder einzelne Mitarbeiter und auch die geschlossene Gemeinschaft als betriebliche Einheit quantitativ und qualitativ bessere Arbeit erbringen. Auf der Unternehmensebene kann neue Wettbewerbsfähigkeit und Erfolg geschaffen werden.
     
    Jeder Manager und jedes Unternehmen kann durch eine stärker mitarbeiterzugewandte Führung erfolgreicher werden als andere: Umsetzbare Führungsmaßnahmen zur Verbesserung der Leistungsmotivation werden im Buch „Warum manche Manager Erfolg haben und andere immer erfolglos bleiben“ im Einzelnen besprochen. Die Einführung der dort vorgestellten Führungsgrundsätze ist der Startpunkt für eine persönliche Erfolgsoffensive: Denn durch Einsatz der vorgestellten Strategien und durch Einführung des beschriebenen Führungsmodells werden die Arbeitsleistungen beim einzelnen Mitarbeiter erheblich gesteigert. Im Zeitalter der Arbeitsteilung ergeben sich Erfolge aber nicht allein aus solchen Leistungssteigerungen. Immer öfter sind sie vielmehr ein Ergebnis von guter Zusammenarbeit Mehrerer und zumeist das Resultat einer gemeinschaftlichen Kooperation verschiedener organisatorischer Betriebseinheiten. So können Multiplikatoreffekte für die betriebliche Produktivität entstehen. Das sich dadurch erschließende Erfolgspotenzial ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. In den meisten Fällen ist es sehr gravierend und zukunftsentscheidend.

     
    Michael Merk